In der Seelsorge Jesu
Berichte und Bilder unserer 4. Gemeindefreizeit
Liebe Glaubensgeschwister im Herrn!
"Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt,
dem will er seine Wunder weisen, in Berg und Wald und Strom und Feld."
Mit diesem Text, den Joseph Eichendorff verfasste, möchte ich unserem Herrn danken, sowie auch unserem Pastor Ulrich Hauck und seiner lieben Frau Sylvia, für die gelungene Gemeindefreizeit, im wunderschönen Bad Liebenzell, vom 05. bis 07.Juni 2026.
Dank gebührt auch den beiden Mitarbeiterinnen Esther und Sophia, die sich liebevoll um die 10 Kinder, den Nachwuchs unserer Gemeinde, bemüht haben. Kindgerechte Glaubenserfahrung wurde mit Herz und Hand, liebevoll den Kindern zugeführt.
In dieser Zeit konnten wir dem Prediger Rainer Wagner bei seinen kurzweilig ausgeführten Bibelarbeiten lauschen. Er referierte die Sendschreiben aus dem Buch der Offenbarung unter dem Thema: "In der Seelsorge Jesu".
Die Parallelen, die er zu seinem Leben zog, lösten das Thema von trockener Theologie und wandelten es zu angewandtem Glauben. Beispielsweise verwies er auf die Missstände in der ehemaligen DDR, wie herausfordernd es auch war, dort als Christ zu leben. Die schwere Zeit unter Hammer und Sichel dürfte unserer Generation unvergessen bleiben.
Der junge Wagner kam als heranwachsender Bursche bereits zu wahrhaftem Glauben, den er in seinem rebellischen Wesen, standhaft vertrat, in ernsthaften Schwierigkeiten. Zweimal musste er wegen seines christlichen Glaubens ins Gefängnis, das erste Mal mit 15 Jahren. So lautet auch ein Titel seiner zahlreichen Bücher: "Mit 15 im Knast."
Dankbarkeit auch für die würdige Glaubensbegleitung an allen 3 Tagen.
Wir, die 52 Teilnehmer unserer Freizeit, wurden nach der Ankunft "INTERNATIONALEN FORUM BURG LIEBENZELL E.V." freudig vom Akademieleiter empfangen. Die Zimmer der beiden Gästehäuser, sämtliche Sanitäre, die Küche, Büfett nebst Speiseraum und Parkplatz befanden sich in einem einwandfreien, sauberen und gepflegten Zustand, wie man es selten sieht. Die frische Kost war bekömmlich und auch der Kaffee hatte nicht den Beigeschmack einer ehemaligen Jugendherberge.
Baden-Württemberg, das Nagoldtal, die Burg Liebenzell - ein historisch wertvoller Ort des nördlichen Schwarzwaldes. Im Jahr 1196 wurde die in Fels gebaute Spornburg erstmals bezogen. Die Grafen von Eberstein waren die Bauherren. Bedeutend war die Zerstörung der Burg, die sie seit 1692 unbewohnbar machte.
Die bahnbrechende Restaurierung der Burg Liebenzell war ein historisches Ereignis. Gustav-Adolf-Gedat, Bundestagsabgeordneter der CDU und von 1945 bis 1952 Generalsekretär des CVJM, übernahm 1953 die Verantwortung für das umfangreiche Projekt, aus der Ruine eine Begegnungsstätte des Friedens zu schaffen. Die Burg sollte der Versöhnungsarbeit unter Jugendlichen aus verschiedenen Ländern dienen nach den schrecklichen Geschehnisses des Zweiten Weltkrieges. Vor allem nach der Zerstörung der Burg durch die französischen Angriffe, war der Wiederaufbau zu einer Begegnungsstätte ein wegweisendes Projekt, das später auch Präsident Charles de Gaulle stark forcierte.
Wie alle Burgen, birgt auch diese ein Geheimnis. Die Legende vom Riesen. Darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen.
Hinzuzufügen wäre, die Bäderstadt Liebenzell wurde im 9.Jahrhundert, vermutlich durch Hirsau, gegründet. Der Name Bad Liebenzells entstand ähnlich dem Spiel "Stille Post". Zunächst war im Jahr 1100 "Chele", der Begriff für eine klösterliche Niederlassung. 1130 war es "Celle" und 1190 wurde der Name zur Stadt "Zell", 6 Jahre vor dem Bezug der Burg. Erstmals 1250 nannte sich die Stadt "Liebenzella".
Die Zeit, das Wochenende, waren von besinnlich - fröhlichem Zusammensein geprägt.
Mit Wünschen für uns alle, durch die Gemeinsamkeit, einen Schlüssel zu der Tür gefunden zu haben, der die Herzen miteinander verbindet, im Herrn. Danke, Amen.
Carola Henker
Juni 2026: Wir, die mutigen Mitglieder der CVS, machen Urlaub, da wo andere Menschen fressen! Ja, in der sagenumwobenen Burg von Bad Liebenzell, einst Wohnort des Riesen Erkingers. Laut Sage, ein vier-Meter-Bursche, der die Region in Angst und Schrecken versetzte, bis die Ortsbevölkerung den Turm belagerte. Erkinger sprang letztendlich vom Turm in den Tod. Aber wir sind nicht wegen dieses Märchens da, sondern wegen des unfehlbaren Wortes Gottes. Wir wollen die 7 Sendschreiben der Offenbarung mit Rainer Wagner studieren. Vor Riesen fürchten wir uns nicht, denn die Bibel erzählt, wie man sie besiegt. Und wer kann sowieso größer sein als unser Gott?
Um euch die Lage zu beschreiben: Die Burg liegt hoch über dem Dorf Bad Liebenzell, und unsere Unterkunft liegt am Hang. Über 4 Etagen geht es Treppe hoch oder Treppe runter und leider ist der Lift nicht einsatzbereit, außer für diejenigen, die ihn wirklich brauchen. Aber Gott sei Dank, unsere Knie machen nicht schlapp. Denn ganz unten liegt unser Seminarraum, hell, in der Nähe des Spielplatzes. Zwischen den Referaten von Rainer Wagner können wir uns beim Basketballspielen die Beine vertreten. Oder die Arme beim Tischtennisspielen. Kalorien zu verbrennen ist wichtig, denn das Essen wird in 4-, wenn nicht in 3-Stunden-Takt serviert!
Das ganze Wochenende bleibt das Wetter wunderbar: Nicht heiß, nicht kalt, einfach angenehm. Am ersten Abend gucken wir einen schönen christlichen Film an (The Climb, empfehlenswert für die, die ihn nicht kennen). Am 2. Abend fiebern wir gemeinsam mit einem spannenden Gesellschaftsspiel. Das Prinzip: in 4 Mannschaften geteilt, versuchen wir Konzepte zu erraten. Erlaubt sind nur Zeichnungen oder Pantomime. Die Moderation übernimmt Sylvia, die auch für interessante Werbepausen sorgt…
Kommen wir zum eigentlichen Thema unserer Freizeit: In der Seelsorge Jesu. Wie die Burg von der Vergangenheit des Dorfes Bad Liebenzell zeugt, zeugen die 7 Schreiben der Offenbarung vor fast 2000 Jahren von Übertretungen und Fehlern von Menschen und Gemeinden. Aber auch von ihren Bemühungen, damit der Glaube sich verbreitet (Philadelphia) und bis zu uns weiterlebt. Rainer Wagner macht es ganz klar: Sei es Ephesus, Pergamon, Smyrna, Thyatira oder Sardes, niemand anders als Jesus prangert die Gefahren an, die die Christen bedrohen. Durch Johannes erklärt er, was seine Gemeinde zu tun und zu lassen hat, wenn sie am Ende den Sieg erhalten will. Die Sendschreiben betreffen also nicht nur diese 7 Gemeinden der ersten Jahrhunderten aus Kleinasien (heutiges Anatolien), sondern sie sind auch an uns heute adressiert. Rainer Wagner zeigt die heilsgeschichtliche Einordnung dieser Schreiben. Nach seiner Auffassung entspricht jede Gemeinde einer geschichtlichen Ära des Christentums. Rainer spricht Klartext, macht von seinem Humor gerne Gebrauch und bleibt nicht im Theoretischen. Konkret illustriert er seine Rede mit vielen Beispielen aus seinem bewegten Leben. Auch wie er selbst als junger Mann Verfolgung erlebte und zweimal im Gefängnis saß.
Der Höhepunkt ist am Sonntag der Gottesdienst, sehr liebevoll mit Musik gestaltet. Rainer Wagner spricht über Laodizea. Das laue Laodizea lauert heute noch überall. Denn Laodizea entspricht in der heilgeschichtlichen Einordnung der 7 Sendschreiben die Endzeitkirche. Und heute noch fragt Jesus den Gläubigen: Willst du in mein Reich kommen?
Letztendlich sind wir bei diesem Wochenende zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen! Denn der Name Bad Liebenzell ist eine dreifache Referenz an unseren christlichen Glaube. Das Wort Bad, ein Hinweis auf die Heilwasserquellen des Ortes, ist auch ein Hinweis auf die Taufe. Die Endung Zell oder Celle, bezeichnete im Mittelalter ein kleines Kloster, eine Kapelle oder einen einzelnen Mönchshof. Und das Herz des Namens ist Liebe. Wie Rainer sagte, hatte Philadelphia „nur eine kleine Kraft, aber Bruderliebe“. Für uns, die Jesus folgen wollen, ist „die größte Gefahr verlorene Liebe. Ohne Liebe ist all unser Tun nichts“.
Ludvine Schmitz
Die Burg Liebenzell war schön, auch wenn sie viele Stufen zum Erklimmen hatte! Gemeinsam mit Rainer Wagner haben wir sie geistlich genommen, indem wir auf vielfältige Weise uns den sieben Sendschreiben der Offenbarung genähert haben. Sicherlich gibt es noch vielmehr, darüber zu sprechen, aber so wie es war, war es gut. Genau wie das Essen, der Filmabend und der Spieleabend gut waren. Ebenso sind die geistlichen Impulse morgens, mittags und abends lobend hervorzuheben.
Bernhard Dollerschell
Mehr Bilder gibt es im geschützten Mitgliederbereich ...
Predigt 4. Sonntag nach Trinitatis von Markus Herter zu 1. Mose 50, 15-26
Vergeben oder Rächen - Leben oder Blechen
Predigt 3. Sonntag nach Trinitatis von Ulrich Hauck zu Micha 7, 18-20
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"Dein ist mein ganzes Herz"
Predigt an Sonntag Exaudi von Pastor Patrick Pulsfort zu 1. Samuel 3, 1-10
Aufgewacht aus dem Kirchenschlaf!
Predigt an Christi Himmelfahrt von Pfarrer Ulrich Hauck zu Johannes 17, 20-26
Eins sein oder nicht sein
Auf dieses Video wurde in der Predigt Bezug genommen
Predigt am Sonntag Rogate von Pfarrer Ulrich Hauck zu Matthäus 6, 7-15
Das VATERUNSER
Hier den ganzen Gottesdienst anhören: Audio
🙏🏻 Das Gebet ersetzt nicht die Tat,
aber es ist eine Tat, die durch nichts
zu ersetzen ist.
🙏🏻 Sage nicht Gott wie groß deine Probleme sind,
sondern sage deinen Problemen, wie groß Gott ist.
🙏🏻 Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche,
aber alle seine Verheißungen.
Predigt am Sonntag Kantate von Pfarrer Ulrich Hauck zu Matthäus 11, 25-30
Ermutigt zum Jubeln
Das Buch zur Predigtreihe über die Liturgie ist erschienen ...
Schauen die schönen Gottesdienste des Herrn
Kann bei uns im Gottesdienst erworben werden oder
ab nächster Woche online unter https://ksbb-bayern.de/shop/
Predigt am 19. Sonntag nach Trinitatis von Ulrich J. Hauck zu Johannes 5, 1-18
Über Not, Krankheit und Einsamkeit
Glaubenszeugnis von Johannes und Rosemarie Moll
Vortrag von Dr. Stefan Felber
Warum Davidsohn und Menschensohn
ein und dieselbe Person sind.
Vortrag folgt demnächst, sobald die Präsentation eingearbeitet ist.
Predigt am 3. Sonntag nach Trinitatis von Ulrich Hauck zu 1. Timotheus 1, 12-17
"Mir ist Erbarmung widerfahren"- Jesus als Mittelpunkt
Themenwoche "Gesegnete Eltern - gesegnete Kinder"
Ehe als Segensraum Gottes
Die Grundlage für ein erfülltes Familienleben
Erziehung als Gottes Auftrag
Verantwortungsvoll und mit Liebe unsere Kinder erziehen
Sicher aufwachsen
Pädokriminalität und Cybergrooming, Schutz vor digitalen Gefahren.
Frohe Botschaft für alle mit Scham, Schuld und Angst
Predigt zum Abschluss der Themenwoche zu Matthäus 11,28
Siebenteilige Predigtreihe zur Liturgie
Schauen die schönen Gottesdienste des Herrn
Teil 4,
Röm 10, 8b-17, Schriftlesung bis Glaubens-bekenntnis
Teil 1a,
Psalm 27, 1-4, Grundlegendes und Votum
zu Teil 4,
Olaf Latzel, Bibel und Bekenntnis ...
Teil 1b,
Psalm 27, 1-4, Grundlegendes und Votum
Teil 5,
2Tim 4, 1-8, Predigt und Friedensgruß
Teil 2,
Lukas 24, 44-53, Psalm bis Gloria
Teil 6a,
Mt 26, 26-30,
Das Heilige Mahl
Teil 3,
Röm 12, 1f, Eingangsgebet bis Altarlied
Teil 6b,
Joh 6, 48-58,
Das Heilige Mahl
Predigtreihe zur Liturgie, Ulrich Hauck, Sonntag Jubilate,
Teil 6c: Das Heilige Mahl, zu 1. Korinther 10, 16.17
Praxis und einzelne Stücke
Predigtreihe zur Liturgie, Ulrich Hauck, Sonntag Kantate,
Teil 7: Der Segen Gottes, zu 4. Mose 6, 22-27
Wie und auf wen den Namen Gottes legen?
2 Predigten von Ulrich Hauck zu Deuteronomium 30
Segen oder Fluch
1. Segen oder Fluch am Jordan
2. Segen oder Fluch auf Golgatha
3. Segen oder Fluch heute
4. Ausblick
1. Predigt, 1. September, Punkte 1 und 2
2. Predigt, 9. September, Punkte 3 und 4
